Stress ist oft unser Alltagsbegleiter: Ständig sind wir im Ausnahmezustand. Was uns stresst und warum Stress nicht immer schlecht ist, erfahren Sie hier.
Das Thema Stress begegnet uns im Alltag ständig: Wir sind im Stress, sollen uns nicht stressen oder keinen Stress machen. Dabei gibt es täglich viele verschiedene Situationen, die als Stressauslöser oder Stressor wirken: Wenn das Auto plötzlich nicht mehr anspringt oder das Kind nicht mit dem Schreien aufhört, wenn wir krank sind oder wir eine wichtige Prüfung ansteht. In solchen Momenten ruhig zu bleiben, ist kaum denkbar. Entspannung wäre angesichts der Belastung aber auch nicht angemessen. Denn es braucht ein gewisses Maß an Stress, damit wir Probleme angehen und Herausforderungen meistern. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Stress?
Stress als Überlebensmodus
Guter Stress, schlechter Stress: Eustress und Distress
Diese akute Stressreaktion ist in bestimmten Situationen bei körperlicher oder geistiger Belastung nicht nur normal, sondern unbedingt notwendig. Nur so können wir einen Ausnahmezustand mit positivem Ergebnis bewältigen.
Wenn alles zu viel wird
Wenn die körperliche Stressreaktion längere Zeit andauert, reagiert der Organismus mit Symptomen auf diese Art der Dauerbelastung durch negativen Stress: Die Muskulatur verspannt, es kommt zu Rücken- und Nackenproblemen, Kopfschmerzen oder zu Migräne.
Dieser "schlechte" Dauerstress wird im Unterschied zum positiven Eustress Distress genannt. Wichtig ist gerade bei diesem negativen Stress, dass wir Fähigkeiten entwickeln, um aus der körperlichen Reaktion auf eine bestimmte Situation wieder in den gesunden "Normalzustand" zu wechseln. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Meditation sind Methoden der Stressbewältigung, die wir gezielt lernen können. Aber auch Sport und Musik spielen beim Umgang mit Stress eine wichtige Rolle und können dazu beitragen, uns besser gegen die Auswirkungen von Stress zu wappnen. Nicht zu unterschätzen ist besonders in schwierigen Situationen ein gutes Gespräch mit Freunden. Denn soziale Unterstützung ist eine wertvolle Ressource, die den negativen Auswirkungen von psychischem Stress vorbeugen kann. Und egal, ob auf der Arbeit oder im Privatleben: Eine gute Work-Life-Balance und bewusste Auszeiten vom stressigen Alltag sind hilfreich, um zurück zur inneren Mitte zu finden. Wann haben Sie zuletzt einfach mal mit Muße eine Tasse Tee getrunken?
Quellen
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Stress und Stressbewältigung.
URL: https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/stress-und-stressbewaeltigung/,
zuletzt aufgerufen am 16.02.2023. - Lazarus, R. & Folkman, S. (1984). Stress, Appraisal, and Coping. New York: Springer.
- Selye, H. (1956). The stress of life. New York: McGraw-Hill.