Stopp! Wirf deinen Weihnachtsbaum nicht einfach aus dem Fenster! Dafür sind die Tannenzweige viel zu schade. Wir zeigen dir in 3 einfachen Rezepten, was du aus Fichte, Tanne und Douglasie zaubern kannst.
Die Ideen kommen von der charmanten Kräuterexpertin Victoria Lorenz. Sie ist zertifizierte Kräuterpädagogin und liebt vor allem den Wald. Dort kann sie bei einem Spaziergang den Wald sehen, hören, fühlen, riechen und ja, auch schmecken. "Das Gefühl und das Aroma eines Waldspaziergangs einzufangen und auf den Teller zu bringen, dass wird durch die kulinarische Verarbeitung von essbaren Nadelbäumen erreicht", schreibt die 31-Jährige in ihrem neuen Buch "Nadel.Baum.Küche". Ganz konkret erzählt sie dort auf 123 Seiten, wie es mit dem Tannenbaum nach der Weihnachtszeit weitergeht. Wie wäre es mit aufessen? – schlägt sie vor.
Aufessen – aber wie?
Wie man einen Weihnachtsbaum tatsächlich aufisst, dazu hat Victoria Lorenz viel recherchiert und mit allerlei Nadelbäumen experimentiert. Entstanden sind Rezepte für Speisen und Drinks, die sie im Buch vorstellt, wie etwa Fichtensalz, Wald-Dashi, Baumbrühe, Waldpralinen, Douglasien-Gin oder Heiße Fichte. Doch die Zweige des einst geschmückten Baumes eignen sich nicht nur für die Küche. Die Kräuterexpertin hat auch Heilsames in petto wie etwa eine Anleitung für Hustenbonbons oder einen Harz-Balsam.
Aber bitte nur mit Bio-Baum
Rezept 1: Hustenstillendes Fichten-Oxymel
ZUTATEN:
- 3 Teile Honig
- 1 Teil Apfelessig, naturtrüb
- Auf 50 ml Ansatz ca. 3 EL klein gehackte Fichtennadeln
Das Oxymel ist ein alkoholfreies Auszugsmittel und so lässt sich mithilfe der Fichte ein eigener Wald-Hustenstiller herstellen. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und in ein verschließbares Glas geben.
Sollte der Honig sehr fest sein kann man ihn vorher leicht in einem Wasserbad erwärmen. Je mehr er erhitzt wird, desto mehr Qualität geht verloren. Vier Wochen bei Zimmertemperatur und dunkel ziehen lassen. Danach wird der Ansatz gefiltert und in dunkle Gläser abgefüllt und kühl gelagert.
Die gefilterten Triebspitzen müssen nicht entsorgt werden, sondern können in einem Salatdressing oder für eine saure Butter weiterverarbeitet werden. Kühl und dunkel gelagert ist ein Oxymel bis 1 Jahr haltbar.
Rezept 2: Entspannendes Waldbad
ZUTATEN:
- 10 EL Totes Meer Salz
- 2 EL Bittersalz (Epsom Salt)
- 2 EL Natron
- 2 EL weiße Tonerde
- 3-4 Tropfen ätherisches Fichtenöl
- 2-3 EL getrocknete und fein geschnittene Fichtennadeln
- Optional: weitere ätherische Öle wie Zeder, Lavendel, Weißtanne...
Rezept 3: Grünes Fichtensalz
ZUTATEN:
- 1 Teil frische Nadeln
- 1 Teil Bergsalz