Sie sind gerade mal 12 Millimeter groß und wiegen weniger als ein Gramm. Die Rede ist von Bienen. Trotz ihrer winzigen Körpergröße ist ihre Bedeutung beinah unermesslich: Bienen zählen zu den drittwichtigsten Nutztieren weltweit. Rund drei Viertel aller Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Honigbienen angewiesen, einige Kulturpflanzen wie Kakao oder Vanille sogar zu 100 %.
Eine Welt ohne Bienen?
Ohne Bienen müssten etwa Apfelbäume und Zucchini-Pflanzen anders und künstlich bestäubt werden. Der Ertrag vieler Obst- und Gemüsesorten würde stark schrumpfen und die Qualität der Früchte leiden. Auch unsere Ernährung würde sich ändern und wäre wesentlich kostenintensiver. Aber auch auf bunte Blumenwiesen, aromatische Kräutertees und köstlichen Honig müssten wir verzichten.
Die traurige Wahrheit ist: Wissenschaftler:innen beobachten schon seit einigen Jahren ein vermehrtes Sterben ganzer Bienenvölker, ohne dass die genauen Ursachen dafür abschließend geklärt sind. Der summende Bienenstock ist vom Aussterben bedroht und das hat weitreichende Folgen für die biologische Vielfalt – und natürlich auch für uns.
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Was brauchen die Bienen?
Abwechslungsreiche und natürliche Lebensräume mit einem ganzjährig reichen Angebot an blühenden Pflanzen sind so wichtig, weil sie durch die moderne Landwirtschaft immer seltener geworden sind. Werden Böden in Monokultur bewirtschaftet, blühen die einseitig angebauten Nutzpflanzen nur kurze Zeit, so dass die Bienen den Rest des Jahres hungrig bleiben. Das zehrt an den Energievorräten der Honigbiene und macht die kleinen Bestäuber wiederum anfällig gegenüber Parasiten wie der Varroa-Milbe. Gleichzeitig tragen auch die zum Pflanzenschutz eingesetzten Pestizide zum Bienensterben bei. Hingegen bieten der heimische Garten oder Balkon den fleißigen Insekten einen geschützten Rahmen für ein gesundes Bienenleben.